Glossar

Verkehrswert nach § 194 BauGB (=Marktwert)

Der Verkehrswert wird durch den Preis bestimmt, der in dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks oder des sonstigen Gegenstands der Wertermittlung ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre.

Beleihungswert nach § 16 PfandBG und BelWertV

Der Beleihungswert eines Grundstücks ist der Wert, von dem aufgrund der aus dem langfristigen Marktgeschehen abgeleiteten Erkenntnissen zum Bewertungszeitpunkt auf der Basis der dauerhaften, zukunftssicheren Merkmale mit hoher Sicherheit erwartet werden kann, dass er über einen langen, in die Zunkunft gerichteten Zeitraum im normalen Geschäftsverkehr realisiert wird.

Marktwert nach TEGoVA

(der Europäische Zusammenschluss der Verbände der Immobilienbewerter) im sog. Blue-Book (Approved European Property Valuation Standards)

Der Marktwert soll den Preis bezeichnen, zu welchem Grundstücke und Gebäude gemäß privatem Vertrag von einem verkaufsbereiten Veräußerer an einen unabhängigen Käufer am Tage der Bewertung verkauft werden könnten, wobei die Annahme zugrunde gelegt wird, dass die Immobilie öffentlich auf dem Markt angeboten wird, dass die Marktbedingungen eine ordnungsgemäße Veräußerung ermöglichen und dass für die Aushandlung des Verkaufs ein im Hinblick auf die Art der Immobilie normaler Zeitraum zur Verfügung steht.

Bewertungsmethoden

Zur Ermittlung des Marktwertes / Beleihungswertes
(aus dem Blue Book der TEGoVA)

Vergleichswertverfahren (Capital Comparison)
Kapitalisierung der Miet-/Pachteinnahmen (Capitalisation of Rental Income)
Sachwertorientierte Verfahren (Depreciated Replacement Cost)
Barwertverfahren (Discounted-Cash-Flow-Method)
Residualverfahren

Zur Ermittlung des Verkehrswertes / Beleihungswertes (Grundstück / bauliche Anlage)
(aus WertR / ImmoWertV)

Vergleichswertverfahren §§ 15,16 ImmoWertV
Das Vergleichswertverfahren zieht Grundstücke oder Immobilien mit ähnlicher Werthaltigkeit zur Wertermittlung heran.

Ertragswertverfahren §§ 17 ff ImmoWertV
Beim Ertragswertverfahren spielen unter anderem Bodenwert und langfristige erzielbare Mieteinnahmen eine entscheidende Rolle.

Sachwertverfahren §§ 21 ff ImmoWertV
Beim Sachwertverfahren werden der Wert des Grundstücks (Bodenwert) und der Wert baulichen Anlagen getrennt ermittelt.

Hier finden Sie die
Verordnung über Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken

Von der IHK Karlsruhe öffentlich bestellt und vereidigter Sachverständiger für Immobilienbewertung
Werner G. Enderle, Dipl.-Ing. FH, Architekt

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